bin kaum da, muss ich fort,
hab' mich niemals deswegen beklagt.
Hab es selbst so gewählt,
nie die Jahre gezählt,
nie nach gestern und morgen gefragt.
Manchmal träume ich schwer
und dann denk ich,
es wär Zeit zu bleiben und nun
was ganz andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt, dass nichts bleibt,
wie es war."
Mit diesem Zitat von Hannes Wader aus dem Lied "Heute hier, morgen dort" wird die Situation der Ract!-OrganisatorInnen ganz gut beschrieben, auch wenn wir die Situation nicht selber so gewählt haben und durchaus nach heute und morgen fragen.
Die Situation sieht so aus, dass wir keine ernstzunehmende Möglichkeit haben, den Anlagenpark zu nutzen. Nun gut, der Gemeinderat hat entschieden. Dann schien der Botanische Garten greifbar. Die Möglichkeit, etwas anderes zu tun als Plätze zu suchen, war nahe. Und nun? Es bleibt nichts wie es war. Der langen Rede kurzer Sinn: Ob ein Ract! in diesem Jahr stattfindet ist noch nicht sicher, da eine Nutzung des Botanischen Gartens wieder unwahrscheinlicher geworden ist. Dabei wird es jetzt höchste Zeit, Anfragen zu an Organisationen und Künstler rauszuschicken. Bisher ist das nur so möglich:
"Sehr geehrteR Herr/Frau X, wir möchten Sie gerne zu unserem Festival einladen. Wann es stattfindet und wo wissen wir noch nicht genau, aber halten Sie sich bitte Wochenende X, Y, Z frei. [...]"
Wir hoffen, dass es in den nächsten Tagen zu einer einvernehmlichen Lösung kommt, damit wir in unseren Anfragen und Planungen präziser werden können. Es ist Zeit, irgendwo zu bleiben. Die Zeit drängt jedenfalls!
wir wünschen euch allen ein gutes neues Jahr 2010, das auch das Ract! Team vor neue Aufgaben und Herausforderungen stellen wird. Es gibt viel Platz, um eigene Ideen einzubringen.
Auch für Dich!
Nächste Gelegenheit:
Donnerstag, 07.01.10 im Clubhaus, Wilhelmstraße 30 (linker Eingang, Treppe links hoch, Sitzungsraum) ab 20 Uhr.
Und von da an immer wöchentlich zur gleichen Zeit, am gleichen Ort.
Bis dann!
Offener Brief zum Gemeinderatsentschluss "Veranstaltungen am Anlagensee"
Sehr geehrte Gemeinderätinnen,
sehr geehrte Gemeinderäte,
sehr geehrter Herr Palmer,
durch Beschluss des Gemeinderates vom 14. Dezember 2009 wurde der Antrag der VeranstalterInnen des Ract! festivals, auch 2010 das Ract! festival am Anlagensee im geplanten Zeitraum stattfinden zu lassen, abgelehnt. Wir möchten, als VeranstalterInnen, Stellung beziehen.
Die Art und Weise, wie die OrganisatorInnen in die Beratungen mit einbezogen wurden, widerspricht den oftmals geäußerten Lobreden auf das Festival. So wurden wir weder offiziell in den Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Verwaltung noch in den Gemeinderat eingeladen und angehört, um unseren Standpunkt darzulegen. Ferner wurden wir nicht zur Informationsveranstaltung mit den AnwohnerInnen und ‚Betroffenen’ am 10. Dezember 2009 geladen. Auf der anderen Seite scheint die Kommunikation mit TüGast bedeutend ergebnisorientierter abgelaufen zu sein. Wir halten diese Klientelpolitik für höchst unfair und erteilen der Stadt die ‚Rote Karte’!
Nun sieht die Situation so aus, dass TüGast zwei lang andauernde Veranstaltungen, beide zum gewünschten Termin, veranstalten darf, während die OrganisatorInnen des Ract! festivals entweder zeitlich oder örtlich ausweichen müssen. Dass dies nicht so einfach ist, kann der Gemeinderat nicht wissen, da wir schließlich nicht eingeladen waren. Gegen eine Terminverschiebung des Ract! festivals spricht der enorme Bedarf an ehrenamtlichen HelferInnen, der zu Ferienzeiten nicht gedeckt werden kann. Zugleich müssen wir Rücksicht auf Klausurenphasen an Uni und Schulen, andere Großveranstaltungen in der Region, und nicht zuletzt, das zu erwartende Wetter nehmen. Auf Anfrage, was sich OB Boris Palmer unter „genügend Ausweichmöglichkeiten“ vorstelle, wurde uns in einem geringschätzigen Ton mitgeteilt, dass wir auch auf den Festplatz oder den Alten Botanischen Garten ausweichen könnten. In der Beschlussvorlage 431/2009 wird auf Seite 5 jedoch dargelegt, dass der Festplatz aufgrund bereits genehmigter Veranstaltungen für uns ausscheidet. Davon abgesehen, wäre der Festplatz wegen mangelnder Infrastruktur, seiner Lage und der Ve-kehrsanbindung für uns inakzeptabel. Als VeranstalterInnen des Ract! festivals fragen wir uns darüber hinaus, inwiefern die Lärmschutz-verordnungen, die zehn Tage für „seltene Störereignisse“ nun mit den insgesamt 38 Veranstaltungstagen der TüGast vereinbar sind. Denn eine Videoleinwand kann man leise stellen, den Torjubel der Fans jedoch nicht.
300 ehrenamtliche HelferInnen und rund 30 OrganisatorInnen (mit insgesamt ca. 5300 freiwilligen und unbezahlten Arbeitsstunden pro Jahr) bedanken sich für das entgegengebrachte Vertrauen und erwarten in Zukunft nicht nur Lobreden sondern eine konstruktive Kooperation. Unsere weitere Planung zur Durchführung des Ract! festivals 2010 fokussiert sich nun auf den Alten Botanischen Garten.
Für das Ract! festival 2010 und darüber hinaus wünschen wir uns die Unterstützung durch die Stadt, die in den vergangenen Jahren auch dazu beigetragen hat, das kulturelle und politische Programm der Stadt mit dem Ract! festival zu bereichern.
Mit freundlichen Grüßen,
Act! Vereins zur Förderung politischer Bildung und Partizipation e.V.
Unterstützt das Ract! macht mit, schreibt Leserbriefe oder kommt zur gemeinsamen Soliparty von Ract! und KuRT Festival:
Wir wünschen euch schöne FEIERtage :-)
an alle die Mitglied im act! e.V. sind, Mitglied werden möchten oder Lust haben, das Ract! '10 mitzuorganisieren, hier ein wichtiger Termin:
findet unsere Jahreshauptversammlung statt. Themen werden u.a. sein:
- Wie findet das Ract! 2010 statt?
- Wo findet es statt?
- Mit wem (als Orga) findet es statt.
Zudem wird ein neuer Vereins-Vorstand gewählt. Einladungen an die Mitglieder gehen die Tage raus.
Es grüßt
andi
(ein Vorstand von fünf)
Ein weltklasse Video ist da im Filmworkshop der Gruppe "Pappsatt" auf dem Ract! 09 entstanden. Passend zum Thema Armut & Grundbedürfnisse wurde mit Stop-Motion-Technik ein Kurzfilm über FlaschensammlerInnen gedreht.
Hier könnt ihr das Ergebnis sehen.
Vielen Dank an die WorkshopleiterInnen und an die TeilnehmerInnen :-)









